Satzungsentwurf

Erster Brauverein Schondorf e.V.
Satzung

Präambel

Die Arbeit des Ersten Brauvereins Schondorf e.V. basiert auf dem Bestreben, eine Verbindung zwischen den Bürgerinnen und Bürgern Schondorfs zu schaffen. Wir glauben, dass die Herstellung und Verkostung von Bier dafür eine gute Gelegenheit sind.

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der Verein führt den Namen „Erster Brauverein Schondorf e.V.“.
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Schondorf am Ammersee.
  3. Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden.
  4. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck

  1. Zweck des Vereins ist die Förderung des kulturellen Lebens im Ort und in der Region.
  2. Der Verein erreicht diesen Zweck insbesondere durch:
    die Pflege der Brautradition,
    die gemeinsame Herstellung verschiedener Biere,
    das gemeinsame Backen von Brot mit Biertreber,
    gesellige und gemeinschaftsdienliche Veranstaltungen (Gemeindefeste, Vereinsfeste)
  3. Nebenbei wird der Verein die Zweckerreichung unterstützen durch:
    durch den Verkauf von Bier,
    durch die Förderung des Wissens über Bier, beispielsweise durch Führungen,
    und durch den Verkauf von Accessoires rund um das Thema Bier.

§ 3 Mitgliedschaft

  1. Mitglied kann jede natürliche und juristische Person werden, die die Ziele des Vereins unterstützt. Natürliche Personen müssen zum Erwerb der Mitgliedschaft mindestens 16 Jahre alt sein.
  2. Alle Mitglieder sind verpflichtet, die Vereinssatzung anzuerkennen, den Zweck des Vereins zu fördern und zu unterstützen, die Beschlüsse der Mitgliederversammlung und die Anordnungen des Vorstandes zu respektieren.
  3. Der Verein besteht aus aktiven und passiven Mitgliedern. Aktive Mitglieder dürfen in den Vereinsräumen Bier brauen, passive Mitglieder (Fördermitglieder) dürfen nicht in den Vereinsräumen Bier brauen. Fördermitglieder erhalten jährlich zwei Liter selbst gebrautes Bier. Juristische Personen können nur passives Mitglied werden.
  4. Die Mitgliedschaft wird erworben durch schriftliche Erklärung des Beitritts und Zahlung des Aufnahmebeitrags. Die Aufnahme erfolgt nach Prüfung durch den Vorstand.

§ 4 Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet durch Erklärung des Austritts, durch Ausschluss, durch Streichung von der Mitgliederliste, bei natürlichen Personen durch Tod, bei juristischen Personen durch Verlust der Rechtsfähigkeit.
  2. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Der Vorstand bestätigt den Austritt.
  3. Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn sein Verhalten in grober Weise gegen die Interessen des Vereins verstößt. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand, hierüber wird das Mitglied schriftlich informiert. Hiergegen kann das Mitglied innerhalb eines Monats nach Zugang des Ausschlussschreibens schriftlich Berufung einlegen. Darüber entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder endgültig. Bis zu Abschluss des vereinsinternen Verfahrens ruhen sämtliche Rechte des Mitglieds.
  4. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstands von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung mit der Zahlung des Beitrags mehr als sechs Monate im Rückstand ist. Die Streichung ist dem Mitglied schriftlich mitzuteilen.
  5. Mit Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Ansprüche aus dem Mitgliedsverhältnis, unbeschadet des Anspruchs des Vereins auf bestehende Forderungen. Anteilige Jahresbeiträge und der Aufnahmebeitrag werden nicht zurückerstattet.

§ 5 Mitgliedsbeiträge

  1. Von den Mitgliedern werden Beiträge erhoben.
  2. Die Höhe der Beiträge wird in einer Beitragssatzung geregelt, die von der Mitgliederversammlung beschlossen wird.
  3. Die Beiträge sind ohne gesonderte Aufforderung im Januar eines Kalenderjahres zur Zahlung fällig und werden durch Lastschrifteinzug bezahlt. Danach gilt der Beitrag als rückständig.
  4. Beiträge können auf schriftlichen Antrag hin gestundet werden. Hierüber entscheidet der Vorstand.
  5. Mitglieder, die mit dem Beitrag im Rückstand sind, haben kein Stimmrecht bei Mitgliederversammlungen und können nicht in Ämter des Vereins gewählt werden.

§ 6 Organe des Vereins


Organe des Vereins sind der Vorstand und die Mitgliederversammlung.

§ 7 Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus mindestens zwei und höchstens fünf Mitgliedern. Die genaue Anzahl wird durch die Mitgliederversammlung bestimmt. Die Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig.
  2. Es gibt einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden. Sie bilden den Vorstand im Sinne des §26 BGB. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter je allein vertreten.
  3. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Die Vorstandsmitglieder bleiben auch nach dem Ablauf der Wahlperiode bis zur Bestellung eines neuen Vorstandes im Amt.
  4. Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, so ist eine Mitgliederversammlung zur Wahl des Nachfolgers einzuberufen.
  5. Die Mitgliederversammlung kann Vorstandsmitglieder vorzeitig abwählen. Dazu ist eine Dreiviertelmehrheit der anwesenden Mitglieder erforderlich. Außerdem ist ein Nachfolger zu wählen.
  6. Mitglieder des Vorstandes müssen volljährige Mitglieder des Vereines sein. Mit dem Austritt aus dem Verein endet automatisch das Vorstandsamt.

§ 8 Sitzungen des Vorstands

  1. Die Sitzung des Vorstands wird vom Vorsitzenden des Vorstands oder seinem Stellvertreter geleitet (Sitzungsleiter).
  2. Der Vorstand soll in der Regel monatlich tagen.
  3. Der Vorsitzende hat eine außerordentliche Vorstandssitzung einzuberufen, wenn zwei Vorstandsmitglieder dies beantragen.
  4. Die Sitzung des Vorstands wird vom Vorsitzenden des Vorstands schriftlich oder per E-Mail unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Einladungsfrist beträgt eine Woche.
  5. Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest. Die Tagesordnung kann durch Beschluss der Mehrheit der anwesenden Vorstandsmitglieder in der Sitzung ergänzt oder geändert werden
  6. Die Vorstandssitzung ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Mitglieder anwesend sind, von denen ein Mitglied Vorstand im Sinne des § 26 BGB ist.
  7. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen. Diese können in physischer Anwesenheit, per Videokonferenz, per Telefonkonferenz stattfinden. Ein Vorstandsbeschluss kann auf schriftlichem Wege im Umlaufverfahren gefasst werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu der zu beschließenden Regelung erklären.
  8. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
  9. Die Beschlüsse der Vorstandssitzung sind schriftlich zu protokollieren, von dem Sitzungsleiter zu unterzeichnen und den Mitgliedern innerhalb von zwei Wochen zugänglich zu machen.
  10. Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben.

§ 9 Zuständigkeit des Vorstands


Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht durch die Satzung einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. Er führt die Geschäfte des Vereins auf der Basis der Satzung sowie der Beschlüsse von Mitgliederversammlung und Vorstand. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • Mitgliederversammlung
    • Vorbereitung der Mitgliederversammlungen und Aufstellung der Tagesordnungen,
    • Einberufung der Mitgliederversammlung,
    • Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung,
  • Mitglieder
    • Beschluss über die Stundung von Beiträgen,
    • Beschlussfassung über Aufnahme, Streichung und Ausschluss von Mitgliedern,
  • Operative Geschäfte
    • Aufstellung von Richtlinien für den Betrieb der vereinseigenen Braustätte,
    • Abschluss und Kündigung von Verträgen, dabei sind Genehmigungsvorbehalte der Mitgliederversammlung zu beachten,
  • Jährlicher Turnus
    • Aufstellung eines Haushaltsplans für das nächste Geschäftsjahr,
    • Sicherstellung der Buchführung,
    • Aufstellung eines Jahresabschlusses,
    • Erstellung eines Jahresberichts.

§ 10 Mitgliederversammlung

  1. Oberstes Organ ist die Mitgliederversammlung. Sie wird vom Vorsitzenden des Vorstandes oder seinem Stellvertreter geleitet (Versammlungsleiter).
  2. Eine ordentliche Mitgliederversammlung findet mindestens einmal im Jahr statt.
  3. Der Vorstand kann jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Diese muss einberufen werden, wenn das Interesse des Vereins es erfordert oder wenn die Einberufung von einem Drittel aller Mitglieder schriftlich unter Angabe des Gründe verlangt wird.
  4. Sie wird vom Vorstand schriftlich oder per E-Mail unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Einladungsfrist beträgt vier Wochen und beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Für die Absendung gilt das Datum des Poststempels oder das Absendedatum der E-Mail.
  5. Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest. Die Tagesordnung kann durch Beschluss der Mehrheit der anwesenden Mitglieder in der Sitzung ergänzt oder geändert werden. Dies gilt nicht für Satzungsänderungen.
  6. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mehr als 10 Mitglieder anwesend sind. Die nachfolgende Mitgliederversammlung ist auch dann beschlussfähig, wenn weniger als 10 Mitglieder anwesend sind.
  7. Die Mitgliederversammlung kann in physischer Anwesenheit, per Videokonferenz oder per Telefonkonferenz stattfinden. Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit der einfachen Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.
  8. Satzungsänderungen können nur mit Dreiviertelmehrheit der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.
  9. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind schriftlich zu protokollieren, von dem Versammlungsleiter zu unterzeichnen und den Mitgliedern innerhalb von zwei Wochen zugänglich zu machen.

§ 11 Zuständigkeit der Mitgliederversammlung


Die Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • Vorstand
    • Wahl und Abwahl der Mitglieder des Vorstands,
    • Erlass einer Geschäftsordnung für den Vorstand,
  • Mitglieder
    • Festsetzung der Höhe und der Fälligkeit der Beiträge und Gebühren in einer Beitrags- und Gebührensatzung,
    • Entscheidung über die Berufung gegen den Ausschluss eines Mitglieds,
  • Operative Geschäfte
    • Beratung über die Entwicklung des Vereines, Beschlussfassung über Maßnahmen des Vereins,
    • Beschlussfassung über die Genehmigung des Abschlusses von Darlehens-, Miet-, Pacht- und Arbeitsverträgen sowie von Kaufverträgen mit einem Volumen über 1.000 €,
  • Jährlicher Turnus
    • Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Jahresplanes für das nächste Kalenderjahr,
    • Beschlussfassung über den Jahresabschluss und den Jahresbericht des Vorstands,
    • Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstands,
    • Beschlussfassung über eine Kassenprüfung,
  • Satzung
    • Beschlussfassung über die Änderung der Satzung,
    • Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins.

§ 12 Auflösung

  1. Die Auflösung kann nur in einer besonderen, zu diesem Zweck mit einer Frist von einem Monat einzuberufenden außerordentlichen Mitgliederversammlung mit einer Dreiviertelmehrheit der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.
  2. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins fällt das Vermögen des Vereins an die im Beschluss genannte Organisation; falls eine Organisation nicht genannt wird, fällt das Vermögen an die Gemeinde Schondorf am Ammersee.